Geschichte
Geschichte
Das kirchliche Leben in Deutenbach war seit der ersten urkundlichen Nennung im Jahre 1140 von ständigen Veränderungen geprägt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Zugehörigkeit zu verschiedenen Pfarreien wie Schwabach und Eibach, Dietersdorf und Zirndorf. In dieser Zeit fanden in Deutenbach in der Kapelle auf dem Pfarrgut (heutiger Löselhof) nur sporadisch Gottesdienste statt. Die Kapelle wurde erstmals 1312 in der Chronik erwähnt. Nach schweren Schäden im Dreißigjährigen Krieg zerfällt sie. Gepredigt wurde zwei Mal im Jahr auf dem Löselhof. Mit der Stadelpredigt am Kirchweihsonntag wird diese Tradition bis heute fortgesetzt. Erst mit der politischen Umgemeindung Deutenbachs 1921 nach Stein erfolgte endlich die kirchliche Eingemeindung 1924 in die Martin-Luther-Kirche.

Während in den 70er Jahren das neue Baugebiet in Deutenbach entstand, errichtete die Martin-Luther-Kirche 1975 in der Goethestraße ein Gemeindezentrum mit Kindergarten. Wegen der Nähe zum Paul-Gerhardt-Weg wählte man den berühmten Liederdichter und Pfarrer als Namenspatron.

Mit Urkunde vom 14. August 1984 erhielt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Stein - Paul-Gerhardt-Kirche in Deutenbach vom Landeskirchenrat ihre Selbständigkeit. Schon bald reichte der Platz in der im Gemeindezentrum eingerichteten Kapelle für die Gottesdienste nicht mehr aus. 1986 begannen die Planungen für einen Kirchenbau an der Schillerstraße. Im Oktober 1986 wurde der Kirchenbauverein gegründet. Professor Hans-Busso von Busse, München, erhielt als Sieger eines Architektenwettbewerbes den Auftrag, die Kirche zu bauen. Am 4. Advent 1992 (20.12.) wurde die Paul-Gerhardt-Kirche von Landesbischof Dr. Johannes Hanselmann eingeweiht. 1994 war die Glockenweihe. Ostern 2000 konnte die Gemeinde schließlich die Orgel weihen. Sie wurde vom Orgelbaumeister Benedikt Friedrich, Oberasbach gebaut.

Die moderne Kirche, eine sechseckige Stahl-/Glaskonstruktion, Zentralbau mit Glockenträger ist inzwischen als Gesamtkunstwerk über die Region hinaus bekannt. Sie ist zusammen mit dem Gemeindehaus Zentrum einer lebendigen Kirchengemeinde.